Beitrags-Archiv für die Kategory 'Infos & Diskussion'

Darf ich, darf ich nicht?

Mittwoch, 7. Juli 2010 21:07

Auf seinem immer wieder sehr lesenswerten Blog Kwerfeldein über alle möglichen Themen rund um Fotografie findet man bei Martin Gommel ein interessantes Interview mit dem Rechtsanwalt Philip Dorowski zum Thema “Fotografieren auf der Straße”:

[...] Philipp: Das Recht am eigenen Bild schützt den Einzelnen vor der unbefugten Verbreitung seines Bildnisses. Jeder Mensch soll selbst darüber bestimmen, ob und wie Bilder von ihm veröffentlicht werden. Der Fotograf, gerade im Bereich der Straßenfotografie, vertritt praktisch gegenläufige Interessen. Was dies nun konkret für den Fotografen bedeutet, beantwortet der nächte Abschnitt.

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Die Lektüre dieses Interviews ist wie ich finde ziemlich ernüchternd und man kann als Straßenfotograf durchaus eingeschüchtert werden. Ich persönlich verbuche es für mich als interessante Information, nach dem Motto “Wichtig, und gut zu wissen!” - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Rudi Meisel über Straßenfotografie

Dienstag, 30. März 2010 13:56

Im Zusammenhang mit seiner Ausstellung “Unterwegs in London, 1967-2006″ siniert Rudi Meisel über Straßenfotografie:

Alles zufällig.
Ich lasse mich treiben, bewege mich intuitiv,
ungeordnet und unvorhersehbar, nicht hektisch, nicht aggressiv: flanierend.
Entscheide mich unmittelbar, an Leuten dran zu bleiben, einen ruhigen Moment aufzubauen,
mich im Gleichklang, Gleichschritt, in gleichem Abstand zu bewegen.
Ich sehe, suche, fotografiere zuerst meinesgleichen, erwarte den Zufall. Oft vergebens.
Willy Ronis sagt es treffend: „Ich verhandle mit dem Zufall.“

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Shy to shoot

Freitag, 6. November 2009 16:54

Vor allem Neulinge in Sachen Straßenfotografie verspüren eine gewisse Scheu, wildfremde Menschen auf der Straße zu fotografieren. In einer passenden Diskussion auf flickr gibt Jim O’Connell einige nützliche Hinweise zu diesem Thema:

Here’s what I tell people to help them get over their shyness and avoid confrontation:

Be obvious.

Never try to hide what you are doing, just put yourself right in the middle of the busiest place you can at first and keep your camera up by your face. Make it obvious that you are right out in the open, taking pictures. [Dort weiterlesen...]

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The Leica as teacher

Freitag, 6. November 2009 16:36

Immer noch bin ich auf der Suche nach dem für mich optimalen Foto-Werkzeug. Ich hatte große Hoffnungen auf das Micro Four Thirds System gesetzt. Bisher fehlen aber v.a. weitwinklige und lichtstarke Festbrennweiten. In solchen Momenten kommt dann immer mal wieder der Gedanke hoch, vielleicht doch analog zu fotografieren und ganz schnell landet man dann bei Leicas M-System (kompakt und jede Menge sehr gute, lichstarke Linsen).

Dazu fand ich dieser Tage einen interessanten Artikel von Mike Johnston. Auf seinem Blog The Online Photographer schlägt er vor, ein Jahr lang mit einer analogen und komplett manuellen Leica M und nur einer einzigen Festbrennweite zu fotografieren - quasi als self-teaching (die Kommentare darunter sind übrigens auch sehr lesenswert):

I suggest shooting with nothing but a Leica and one lens for a year. Shoot one type of black-and-white film (yes, even if you’re completely devoted to color and digital, and hate film and everything it stands for. You don’t have to commit to this forever; it’s an exercise). Pick a single-focal-length 50mm, or 35mm, or 28mm. It doesn’t have to be a “good” lens—anything that appeals to you and that fits the camera will do. Carry the camera with you all day, every day. Shoot at least two films a week. Four or six is better (or shoot more in the spring and fall and less in the dead of summer and winter). The more time you spend shooting, the better. The amount of film you shoot is related but not so important. (Photographing is like jogging: benefit accrues to time spent doing it, not how fast you go or how much ground you cover.) [Dort weiterlesen...]

Ich überlege ernsthaft, diese “Übung” selbst auszuprobieren.

Er erklärt übrigens in einem dazugehörenden Artikel auch gleich noch, warum es unbedingt eine Leica sein sollte: Why it has to be a Leica.

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Ausstellungserie “Wir in Dresden”

Donnerstag, 10. September 2009 17:34

In der Zeit vom 27.7. bis 31.7. 2009 nahm ich diesen Sommer an der 12. Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Dresden des Vereins “Riesa Efau” teil. In der Fotoklasse von Ivan Baschang hieß das Thema “Spuren in Zeit und Raum”, was konkret auf urbane Fotografie in Dresden bezogen war.

Noch nie zuvor in Dresden gewesen, begab ich mich auf die Suche nach Spuren vergangener Zeiten. Auf dem Gelände des Güterbahnhofs wurde ich in einer verlassenen Lagerhalle fündig: Hier gab es unglaublich lebendig wirkende Zeichen früheren Arbeitslebens. Mein Ansatz war es dabei, in einer für mich neuen, recht formalen Bildsprache, einen Ort zu dokumentieren und diesen so vor dem Vergessen zu bewahren.

Die Halle war in mehrere Abschnitte unterteilt, in denen mehrere Beton-Kabuffs zurückgeblieben waren. Welchen Zweck diese früher einmal gehabt haben, ließ sich nicht mehr genau erkennen. Von lebendigem Treiben zeugten jedoch unzählige Reste von Film-, Musik- und Pinup-Postern, aufgehängt direkt neben Arbeitsplänen und Kalendern. Meine kleine Serie zeigt vier dieser Kabuffs, von außen und von innen.

Die Bildserie, die ich “Wir in Dresden” taufte, war zugleich meine erste öffentliche Ausstellung: Gemeinsam mit den Arbeiten der anderen Teilnehmer gab es die Werke in der Zeit vom 07.-20. August 2009 in der Motorenhalle auf dem Gelände des Riesa Efau in Dresden zu sehen. Für alle, die es nicht nach Dresden geschafft haben, gibt es nun eine Online-Version der Fotoserie - auch wenn die Wirkung nicht wirklich an die in einem realen Ausstellungsraum heran kommt. Immerhin kann man sich jedoch einen ganz guten Eindruck verschaffen.

Dazu sei gesagt, dass die Bilder in einem 4×4-Raster gehängt waren, also jeweils vier Fotos zu jedem Kabuff. Unter dem Raster hing ein kleines Foto, das einen Gesamteindruck der Lagerhalle vermittelt. Zudem stellte ich auf den Boden und wie achtlos an die Wand gelehnt ein gerahmtes Pinup-Poster, das ich direkt von vor Ort mitgebracht hatte - ein reales Objekt, sozusagen als Gegenpol zu den Abbildern des dokumentierten Ortes.

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Was Straßenfotografie NICHT ist

Samstag, 10. Januar 2009 22:03

Auf der Webseite Shards of Photography versucht sich Remy Lang einer Definition für Straßenfotografie auf dem quasi umgekehrten Weg zu nähern. Ausgehend von der These, Straßenfotografie sei das am schlechtesten definierte fotografische Genre, wird hier von einer Liste ausgegangen, die zusammenträgt, was Straßenfotografie NICHT ist.

Street photography is the worst defined photographic genre. Not once since it was “invented” people have been able to agree what is “in” and what should be “out”. But generally the genre is very broad and not limited to a restrictive set of parameters. And that’s only natural, isn’t it? [Dort weiterlesen...]

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Another Interview

Sonntag, 7. Dezember 2008 11:00

Auf seiner Webseite gibt Markus Hartel in einem Interview einige Informationen zu seiner Straßenfotografie preis. Es geht dabei genauso um seine Herangehensweise, wie um Technisches:

The Digital Photographer published a 12 page special on urban photography, I got an excellent 6 page article with a few images of mine. If you are in the UK, pick up a copy of “Digital Photographer” Issue 74. This is the interview the article is based on. [dort weiterlesen...]

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Photo Tips: Street Photography

Sonntag, 7. Dezember 2008 10:00

Auf der Webseite der Zeitschrift “Digital Photographer” findet man einige Leseproben. Mit dabei ist netterweise ein schön bebilderter Artikel (allerdings im PDF-Format) mit 20 Tipps rund um Straßenfotografie:

Technique: Photo Tips >> Street Photography
Get streetwise and realise the photographic potential in your urban wonderland.
[dort weiterlesen...]

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Fotoausstellung: “Amsterdam - Eine fotografische Reise”

Sonntag, 23. November 2008 19:17

Amsterdam - Eine fotografische Reise

Zwischen dem 24.11. und dem 07.12.2008 gibt es auf strassenfotograf.de eine Fotoausstellung von mir zu sehen. Hier die Pressemeldung:

» Virtueller Ausstellungsraum
Jan Bechberger - Amsterdam

[ 23. November 2008 ]

Jan Bechberger zeigt im virtuellen Ausstellungsraum für Straßenfotografie die niederländische Metropole Amsterdam jenseits der Touristenpfade. Straßenfotografie trifft Fotokunst.

Betrachtet man Jan Bechberger Fotoserie »Amsterdam«, so könne man meinen, er habe sich in Niederlands Hauptstadt „herumgetrieben” - und zwar an Orten, die ein Tourist mit einem gesteigerten Interesse an den üblichen Sehenswürdigkeiten nicht aufsuchen würde. Die Peripherie der Metropole in ihrer ästhetischen Schlichtheit und die Menschen, die dort Leben, hatte Bechberger während seiner Reise im Fokus. Die im ersten Augenschein beinahe indiskret wirkende Distanzlosigkeit des Amateurfotografen aus Kaiserslautern erzeugt beim Betrachter das Gefühl, selbst Teil der Szenerie zu sein. Eine besondere Spannung erzeugt Bechberger durch die merkliche Verfremdung seiner Fotografien mittels digitaler Bildbearbeitung. Das bewusste Zusammenspiel von Farbtönen, Körnung, Kontrast und gelegentlicher Unschärfe unterstreicht die Intention Bechbergers, ohne dabei aufdringlich manipulierend zu wirken. Seinen fotografischen Arbeiten erhalten dadurch einen individuellen, unverkennbaren, künstlerischen Stil.

straßenfotograf.de präsentiert im Rahmen des virtuellen Ausstellungsraumes für Straßenfotografie vom 24. November bis 07. Dezember 2008 25 unveröffentlichte Fotografien aus Jan Bechbergers Fotoserie »Amsterdam«. [dort weiterlesen...]

Zu der Ausstellung gibt es ein kleines Interview mit mir ;)  Und hier geht es zur Ausstellung: Amsterdam - Eine fotografische Reise.

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An Approach to Street Photography

Freitag, 21. November 2008 16:44

Mitch Alland beschreibt seine Herangehensweise. Lesenswert, auch weil sich eine ziemlich ausführliche Diskussion anschließt. Gefunden auf der Webseite The Online Photographer:

The point here is that street photography, like any other type of photography, is easier to do when you have a project, even when you set the project yourself. This may be especially important for street photography because, without a purpose, street photography can be meaningless, particularly if the pictures don’t have any graphic distinction: how many times have you seen on the internet humdrum photos of street people, of old men sitting on benches, that say nothing either socially or graphically? [dort weiterlesen...]

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